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 KUNG-FU
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KUNG-FU
 

Jeder, der sich mit den Kampfkünsten beschäftigt, wird irgendwann auf den Begriff Kung-Fu treffen. Aber nur wenige wissen mit diesem Begriff etwas anzufangen. In Amerika und Europa fasst man alle Stile der chinesischen Kampfkünste (über 300) unter diesen Begriff. Das Wort Kung-Fu fand zu Beginn der 60er Jahre in Europa Eingang. Bei der Vielfalt der Schulen und Stile des Kung-Fu kann man sie traditionell in die “nördlichen” und südlichen” Schulen unterteilen. Dabei gilt als geographische Grenze der Fluß Changjing in China. “Die Fäuste im Süden - die Beine im Norden”, so charakterisieren die Chinesen selbst die grundlegenden Unterschiede zwischen den nördlichen Schulen mit ihren dynamischen Sprüngen und Beinschlägen und den südlichen mit ihrer ausgefeilten Handtechnik. Jedoch ist die Einteilung sehr grob und relativ. Ein sehr wichtiger Aspekt des Kung-Fu ist, dass nicht der Sieg über einen Gegner das Ziel ist, sondern der Sieg über sich selbst, die Überwindung der eigenen Schwächen und Mängel. In Asien wird das Kung-Fu sogar als “Schule des Lebens” betrachtet, in der die körperliche und seelische Vollkommenheit des Menschen im Mittelpunkt steht.

In unserem Verein wird das Chow Gar Kung-Fu trainiert. Es ist durch seine kampferprobten Techniken und die positiven gesundheitlichen Auswirkungen auf den menschlichen Körper sehr bekannt geworden. Wer sich das Chow Gar Kung-Fu aneignet, dem eröffnet dieses Kung-Fu System enorm viele posivitive Aspekte, Erfahrungen Lebensqualitäten und Spass.Die Geschichte der chinesischen Kampfkünste reicht weit in die vorchristliche Zeit zurück. Über die Jahrhunderte wurden Erfahrung, Techniken und Praktiken zur Bewältigung der Kunst von Lehrer an Schüler weitergereicht, die wiederum durch hartes und Jahrzehnte andauerndes Üben selbst zu Meistern ihres Fachs wurden und neue Generationen in den Kampfkünsten hervorbrachten. Beeinflusst durch die Chan- (Zen) Buddhistischen Lehren des indischen Mönches Boddhidarma (500 n.Chr.) spielte die Entwicklung eines aufrichtigen, verantwortungsvollen und friedfertigen Charakters zunehmend eine ebenso bedeutende Rolle wie die Entwicklung außergewöhnlicher körperlicher, kämpferischer und mentaler Fähigkeiten. Diese Ausrichtung kennzeichnet die traditionellen Kampfkünste in ihrer Entwicklung bis heute und unterscheidet sie zu sogenannten sportlichen oder kommerziellen Angeboten auf dem sich immer weiter ausbreitenden „Markt„ für Kampfsport und Selbstverteidigung.

Der Unterricht in unseren Verein findet in einer freundschaftlichen und offenen Atmosphäre statt. Es gibt altersspezifische Anfängerkurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in die man während des ganzen Jahres einsteigen kann. Dabei werden die Schülerinnen und Schüler individuell Schritt für Schritt an die anfangs neuartigen und komplex wirkenden Bewegungsabläufe herangeführt. So lernt jeder seiner Ausgangslage entsprechend seine körperlichen und mentalen Fähigkeiten und Fertigkeiten im Kung-Fu stetig zu steigern.

Neben der unbedingten Anwendbarkeit der Kung-Fu Techniken steht wie schon erwähnt auch die "geistige" Entwicklung im Mittelpunkt des Unterrichts: Konzentration, Mut, Ausdauer, Geduld und der Wille sich weiter zu entwickeln. Innere Ruhe und Gelassenheit sind Fähigkeiten, die bei regelmäßiger Teilnahme am Training ebenso ausgebildet werden wie körperliche Fitness, Schnelligkeit, Kraft, Flexibilität und natürlich die Fähigkeit, sich im Ernstfall effektiv verteidigen zu können!

Die in unserem Kulturkreis am häufigsten genannten Beweggründe zum Erlernen von Kung-Fu sind:
• sich effektiv verteidigen können
• Kämpfen lernen
• die Beweglichkeit verbessern und sich „fit„ machen
• etwas Positives für die eigene Gesundheit tun
• die Konzentrationsfähigkeit erhöhen
• Aggressionen abbauen und innerlich ruhiger und gelassener werden
• Ängste überwinden und Selbstvertrauen aufbauen
• der Wunsch zur eigenen „Mitte„ zu finden
• etwas Schönes und zugleich Sinnvolles erlernen
• oder schlichtweg die Faszination an asiatischen Kampfkünsten